Maßtoleranzen - Vario - Metall GmbH & Co. KG

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Maßtoleranzen

Tiefbohren

1.) Durchmesser: Je nach zu zerspanendem Material können beim Tieflochbohren Maßtoleranzen in den IT-Bereichen 8 oder 7 erreicht werden.

2.) Rundheit von einem homogenen, spannungsarmen Material ausgehend sind Rundheitstoleranzen von 0,005 mm möglich.

3.) Oberflächen Speziell beim ELB-Verfahren müssen die Späne durch eine Sicke an der Seite des Werkzeuges nach hinten abgeführt werden. Dabei kann es leicht zu Beschädigungen der Bohrungsoberflächen kommen. So ist die Spanbildung und damit auch das zu zerspanende Material maßgeblich an den erreichbaren Oberflächengüten beteiligt. Gelingt dies, sind auch in schwer zu bearbeitenden Materialien Oberflächenwerte von Rz 2 bis Rz 4 realisierbar. In bekanntermaßen gut zerspanbaren Werkstoffen können noch bessere Werte erzielt werden. Durch die sich an der Bohrungsmantelfläche anlegenden Gleitleisten des Werkzeugkopfes wird ein zusätzlicher Glätteffekt erzielt, der aber nicht überbewertet werden sollte. Reibungslose Späneabführ und eine optimierte Zerspanung sind vorrangig für gute Oberflächen verantwortlich.

4.) Bohrungsverlauf: Die Abweichung der Bohrung von einer idealen, gedachten Linie nennt man Bohrungsverlauf. Die Ursachen für einen außergewöhnlichen Bohrungsverlauf sind vielfältig. Maschinenfehler, Standzeitgrenzen, Bohrsysteme, Werkstückinhomogenitäten oder Spannungen, aber auch empfindliche Werkstückformen, fehlerhafte Werkzeuge oder verschlissene Hilfsmittel können hier ausschlaggebend sein. Unter idealisierten Bedingungen (perfekte Werkzeuggeometrie, fehlerfreie Maschine, neue Bohrbuchsen, stabiles Werkzeug (dieser Punkt wird ab 40 x ø zum Hauptthema!!), homogener, spannungsarmer Werkstoff von nicht allzuhoher Festigkeit, symmetrische Werkstückmaße ohne beeinträchtigende Problempunkte wie Dünnwandigkeit, Instabilität oder in die Tiefbohrung ragende Querbohrungen) können Verlaufswerte von unter 0,02 mm pro 100 mm Bohrtiefe erzielt werden. Die Praxis zeigt, dass dies jedoch "Wunschdenken" ist. Unter Berücksichtigung diverser, nicht beeinflussbarer Fehlerquellen geht man von folgenden Verlaufswerten für Bohrungen von 40 x ø aus:

0,05-0,1 mm Rundlauf pro 100 mm Bohrtiefe bei mittig gebohrten, rotationssymmetrischen Bauteilen im gegenläufigen Bohrverfahren. Ca. 0,1 mm Verlauf bei "stehender" Bohrbearbeitung (Blöcke, außermittiges Bohren, kubische Teile ohne Werkstückrotation)

 
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